Wie ich über 9500€ in 12 Monaten mit den ÖBB gespart habe

Wie ich 9500€ mit den Öffis gespart habe

Seit über einem Jahr fahre ich so gut wie alle Strecken mit den ÖBB. Im September 2015 habe ich mir eine ÖsterreichCard gekauft – sprich die Jahreskarte der ÖBB für 1049€. Wieso? Auch wenn ich mit dem Zug manchmal länger brauche, um an mein Ziel zu kommen, kann ich die Zeit trotzdem nutzen, um zu lesen, zu arbeiten und zu lernen. Außerdem bin ich kein großer Fan vom Pendeln mit dem Auto, da ich gemerkt habe, dass mich diese immer gleichen Strecken langweilen und ich nicht mehr so konzentriert fahre wie ich eigentlich sollte. Des weiteren kostet ein Auto verdammt viel Geld und deswegen möchte ich dir heute zeigen, wie ich in einem Jahr über 9500€ gespart habe, weil ich NICHT mit dem Auto gefahren bin.

Zusätzlich ist noch wichtig, dass ich einige Wochen gar nicht in Österreich war:

  • Oktober: 5 Tage in Flandern
  • Dezember: 8 Tage in den Niederlanden und in Jordanien
  • Dezember/Jänner: drei Wochen Mexiko, Guatemala und Belize
  • Februar: 4 Tage Tschechien
  • März: 1 Woche Andalusien
  • März/April: 1 Woche Toskana
  • Mai: 1 Woche Tallinn und Riga + 1 Woche Montenegro
  • Juni: 4 Tage Deutschland, Schweiz und Liechtenstein
  • Juli: 2 Wochen Dänemark und Schweden, 4 Tage Flandern
  • August/September: 4 Wochen Chile

=116 Tage, die ich nicht in Österreich war und gar nicht mit dem Zug gefahren bin.

=~1/3 des Jahres!!!

Kilometer und Kosten pro Monat für 2015

In der nachfolgenden Tabelle habe ich dir ganz genau aufgelistet was ich pro Monat an Kilometern mit den ÖBB gefahren bin, was mich einzelne Tickets mit der VorteilsCard und mit dem Auto gekostet hätten:

READ
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 Kilometer mit Bahn gereistKosten der Fahrten mit der ÖBB mit VorteilsCard*Kosten, wenn mit Auto (0,42€/km)**
Gesamt26112,6 km3357,15€10967,26€
Oktober3390,2370,81423,88
November2702295,61134,84
Dezember1999234,5839,58
Jänner2229,8532,2936,516
Februar3260,4420,551369,36
März2372,6378,55996,49
April3019,4351,11268,14
Mai1488187,9624,96
Juni1853,4211778,42
Juli2287,8234,15960,87
August102694,4430,92
September48446,4203,28

* Die Vorteilscard kostet im Jahr 20€ oder 99€ (ab 27 Jahren)

** das entspricht dem staatlich fixierten Kilometerpreis. Hier sind folgende Dinge miteinbezogen: Abschreibung/Wertverlust, Benzin und Öl, Wartung und Reparaturen, Zusatzausrüstungen, Autoradio, Navigationsgerät, Steuern und Gebühren, alle Versicherungen (inklusive Kasko-, Insassen-, Rechtsschutzversicherung), Mitgliedsbeiträge diverser Autofahrerclubs, Finanzierungskosten (Kredit- oder Leasingraten), Parkgebühren und in- sowie ausländische Mautgebühren. [Quelle: Finanzministerium Österreich]

Zugfahren

Ich bin also in 2015 über 26000km mit dem Zug innerhalb von Österreich gereist – der Erdumfang beträgt an der breitesten Stelle 40074km. Wäre ich also nicht die weiteste Strecke um den Globus gereist, könnte man sagen, dass ich innerhalb von Österreich so viel gefahren bin, das es für eine kleine Weltreise gereicht hätte. Wien – New York – Seoul – Wien sind übrigens 26120km.

—-> Bei 26112,6km ergibt das bei mir einen Kilometerpreis von 0,04€ – das ist ein Zehntel von dem was mich ein Auto kostet.

Keep on travelling

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  • Da ich kein Auto habe, kann ich das schlecht beurteilen. Aber wie war es mit den Verspätungen? Hätten die Zugverspätungen die Staus ausgeglichen? Interessant wäre auch ein Vergleich mit Fernbussenn – ich glaube, man kann die Argumentation „Auto – ÖPNV“ noch sehr, sehr weit ausbreiten 🙂

    Schönen BloKoSo!

    • Die ÖBB ist tatsächlich super pünktlich – auch wenn viele drüber schimpfen. Ich bin in den letzten Jahren nicht nur viel, sondern auch viele verschiedene Strecken durch ganz Österreich gefahren. Fazit: 1 mal Zugverspätung von 1:15 weil im Tunnel der Zug vor uns aus den Gleisen hüpfte – dann ging’s mit dem Bus weiter. Sonst kann ich mich nochmal an eine Verspätung von 30 Minuten erinnern. (Verspätungen >5 Minuten zähle ich jetzt nicht als solche, das kann dir ja auch im Auto passieren)

      Immer wieder gern mit dem Zug <3

  • Hi Viki,

    das sind schon aussagekräftige Zahlen, die Du da aufführst. Ich nutze – in der Schweiz – auch vorwiegend den ÖV, schon, um nicht ständig im Stau zu stehen. Arbeiten kann ich nicht so gut im Zug, dafür aber lesen – und ausruhen,

    Ich denke, für den, der den ÖV zur Bewältigung seines Alltags gut nutzen kann, sollte es eigentlich keine schwierige Wahl sein: ÖV schlägt Auto.

    Manch einer bleibt aber trotz allem auf das Auto angewiesen, auch weil das ÖV Angebot aus Kostengründen schrittweise reduziert wird.

    Fussige Grüsse, Jana

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