Nairobi: Giraffen, Rafting, Tee & noch viel mehr

Giraffe Centre Nairobi Kenia

Nairobi – so viel mehr als nur eine Hauptstadt

Ich war ja wirklich erstaunt was man in der kenianischen Hauptstadt und in der Nähe alles erleben kann! Angefangen von klassischen Museen, Bungee Jumping weiter zu Teeplantagen und Giraffenküsse. Habt ihr schonmal einen Elefanten berührt oder wollt wissen wie sich die Dickhäuter anfühlen?! Dann ist Nairobi eure Stadt! Ich hab euch meine Lieblingsaktivitäten zusammengesucht – alles natürlich mit Spaß inklusive!

Safari Walk in Nairobi National Park

Südlich von Nairobi, nur unweit des Zentrums entfernt erstreckt sich der Nairobi Nationalpark. Hier kann man die Tiere aus nächster Nähe betrachten – entweder im klassischen Safariauto oder aber zu Fuß beim Safari Walk. Ich rate definitiv zu letzterem!

Der Safari Walk ist quasi eine Minisafari durch den Nationalpark bei dem man allerdings näher an die Tiere kommt als in der Wildnis. Außerdem kann man auf diese Weise viel mehr Tiere in nur zwei Stunden sehen als draußen in der Steppe. Beides hat natürlich seine Reize.

Die letzten Stunden bevor ich meine Weiterreise antrete, hab ich im Nairobi National Park verbracht – jede Sekunde war es wert! Absolut empfehlenswert!

Safari Walk Nairobi

Safari Walk Nairobi

Mehr Infos

  • Eintritt: Erwachsene 25 USD ~ 23€, Kinder 15 USD ~14€
  • Öffnungszeiten: täglich von 8:30 bis 15:30
  • Zeitaufwand: 1-3 Stunden
  • Webseite

Für alle Teeliebhaber: Kiambethu Tee Farm

Habt ihr euch je gefragt wie Tee eigentlich angebaut und verarbeitet wird? Auch wenn ihr keine wahren Teeliebhaber seid, kann ich euch diesen Tagesausflug nur wärmstens empfehlen. Raus aus dem geschäftigen, verschmutzen Nairobi, raus aufs Land.

Außerhalb von Nairobi liegt die Kiambethu Teefarm, die von einer wundervollen Dame namens Fiona geleitet wird. Im englischen Landhaus empfängt sie jeden Besucher herzlich mit – wie könnte es anders sein – einer Tasse Schwarztee und hausgemachten Keksen.

Danach erzählt sie über ihre Familie und wie sie begonnen haben hier in Kenia Tee anzubauen. Weiter erzählt sie wie die Teeblätter von den Teebüschen bei uns im Teehäferl landen. Wahnsinn, wie viel Arbeit und Zeit benötigt wird um Tee auch wirklich genießen zu können!

Nach der Geschichtsstunde werden wir zu den Teefeldern geführt und ebenso durch einen kleinen Teil Dschungel. Die Felder wirken so als hätte man sie mit einer sattgrünen Wolldecke zugedeckt, da sich die Teebüsche so dicht an die Hügel schmiegen.

Ein weiteres Highlight folgt als wir zurück zum Landhaus kommen: im großen Garten wurden bereits Tische für uns gedeckt und ein Buffet erwartet uns im Haus. Bei vollen Tellern  und Gläsern genießen wir draußen die angenehmen Wintersonnenstrahlen und tauschen eifrig Geschichten aus.

Kiambethu Tea farm Nairobi

Kiambethu Tea farm Nairobi

Weitere Infos

  • Anmeldung: Bevor ihr Fiona besuchen fahrt, müsst ihr euch anmelden, damit auch das Essen für ausreichend viele Leute zubereitet werden kann. Das könnt ihr am besten hier
  • Kosten: 3,000 Kenianische Schilling ~ 27€
  • Zeitaufwand: Start 11:00; Ende ca. 15:00
  • Den köstlichen Schwarztee von Fiona könnt ihr vor Ort für ein paar wenige Kenianische Schillinge erstehen
  • Die Fahrt von Nairobi dauert ungefähr 40 Minuten und am besten organisiert man sich einen Fahrer, der entweder auf einen wartet oder einen wieder abholt. Gleich von Anfang an einen Preis vereinbaren!
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Streichle einen Babyelefanten – David Sheldrick’s Elephant Orphanage

Viele Elefanten werden aufgrund ihrer weißen Elfenbein-Zähne gejagt und dabei getötet. Einige davon sind Elefantenmütter, die dann ihre Babys als Waisen zurücklassen. Elefantenkinder benötigen drei Jahre lang die nahrhafte Muttermilch um überleben zu können. Ohne Hilfe würden diese kleinen, heranwachsenden Elefanten in der Wildnis verhungern oder von anderen Wildtieren gejagt werden.

Solche Elefantenwaisen werden aus den verschiedensten Nationalparks in Kenia und Tansania nach Nairobi in die Obhut des David Sheldrick Wildlife Trusts übergeben. In Nairobi befindet sich als Teil des Nairobi National Parks ihr zuhause. Dort werden die Waisen gefüttert, betreut und geliebt. Täglich kann man den Tieren am Vormittag ab 11:00 eine Stunde bei der Fütterung zusehen und (wer möchte) diese auch berühren.

elephant orphanage nairobi

Wie ich dort war waren um die 30 Elefantenwaisen dort, die uns in zwei Runden vorgestellt wurden. Jeder Elefant bekommt von den liebevollen Pflegern einen Namen und wird so den Besuchern im Rahmen der Fütterung vorgestellt. Zusätzlich werden noch Alter und Grund ihres Aufenthalts hier genannt.

Die Elefanten sind ganz spitz auf die Milchflaschen, die die Pfleger in Händen halten. Ziemlich ungestüm laufen sie von weiter hinten aus den Bäumen und Büschen auf die (mit Seilen) abgesperrte Fläche, um die sich die Besucher tümmeln. Sie suhlen sich ebenso im Schlamm und versuchen ihre empfindliche Haut damit vor den gefährlichen Sonnenstrahlen zu schützen. Dabei kann es schnell passieren, dass auch der eine oder andere Besucher was davon abbekommt!

Die Elefanten trotten immer wieder im Kreis herum und reißen immer wieder Blätter von Ästen ab, die am Boden liegen. Dabei kommen die kleinen sanften Riesen auch sehr nah zu den Besuchern und wer möchte kann sie auch streicheln.

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Als ein Elefant beschließt vor mir herumzugehen, kann auch ich nicht anders und strecke ihm meine Hand entgegen. Die Elefantenhaut fühlt sich rau und dick an. Der Sonnencreme-Schlamm verleiht ihr einen fettigen und rotbraunen Film.

Nach einer Stunde wurden alle Elefanten vorgestellt und ihr Geschichten hinterlassen bei mir ein Gefühl, das mich zum Nachdenken anregt.

Denn eines ist ganz klar: Diese Elefanten wären alle nicht hier, wenn es keine gierigen, vollkommen hirnverbrannte und bescheuerte Menschen gäbe, die sich oder ihre Hauswände mit Elfenbein schmücken wollen.

Elfenbein steht nur den Elefanten am Besten!

Mehr Infos

  • Öffnungszeiten: täglich (außer 25.12.) von 11:00-12:00 mit Fütterung
  • Kosten: 500 Kenianische Schilling ~ 4,50€
  • Zeitaufwand: 1 Stunde
  • Webseite (englisch)

Küsse eine Giraffe – Giraffe Centre

Einmal einer Giraffe auf Augenhöhe begegnen, gar nicht so einfach, denn auf Stelzen in den Nationalparks herumlaufen wäre 1. nicht einfach und 2. wahrscheinlich auch verboten.

Beinahe um die Ecke der Elefantenwaisenfarm befindet sich das Giraffe Centre. Wie der Name bereits verrät kann man hier die gelb-braunen Tiere antreffen und auch aus nächster Nähe betrachten, füttern, streicheln und eben auch küssen!

Über Holzstufen gelangt man auf ein Plateau, dahinter und darunter erstreckt sich die eingezäunte Wiesen- und Waldfläche wo die Giraffen leben. Pfleger verteilen hier oben Futterdrops und frische Zweige mit Blättern, die man dann den Giraffen füttern kann. Diese sind durchwegs hungrig und neugierig auf die Besucher das Futter.

Sanft und vorsichtig nähern sich die Tiere, genießen die Streicheleinheiten (oder ertragen diese im Austausch mit Futter).

So kommst du zu einem echten Giraffenbussi

  1. Organisiere dir eines der Futterdrops (und einen Fotografen!)
  2. Such dir eine Giraffe
  3. Gib den Drop in deinen Mund und halte ihn mit deinen Zähnen so fest, dass der größte Teil rausragt
  4. Nähere dich der Giraffe
  5. Halt deinen Kopf ein wenig in die Richtung der Giraffe
  6. Halte still, sie wird sich nun annähern und dir den Futterdrop mit ihrer Zunge aus dem Gesicht schlecken
  7. Bussi mit Giraffe
  8. (Gesicht waschen)
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Giraffe Centre Nairobi Kenia

Weitere Infos

  • Eintritt: 1000 Kenianische Schilling ~ 9€ Rabatt für Kinder & Studenten
  • Öffnungszeiten: täglich 9:00 bis 17:00
  • Zeitaufwand: 30 – 60 Minuten
  • Webseite
  • am Besten gleich nach dem Besuch der Elefantenwaisen hierher kommen

Rafting – der Tagesausflug von Nairobi!

Für die aktiven unter euch und diejenigen, die Abenteuer, Spaß und Adrenalin suchen, gibt es quasi keine bessere Option als einen Tag in einem krokodilfreien Fluss zu raften!

Direkt in Nairobi kann man (meines Wissens nach) nicht raften, jedoch gibt es einige Anbieter, die euch in der Stadt abholen und euch zu einem raftbaren Fluss bringen.

Am Morgen wurde ich in der Nähe des Sarit Centres abgeholt und nach  über einer Stunde Fahrt kamen wir dann beim Lager von Savage Wilderness an. Dort begrüßte uns bereits unser Raftguide Andreas. Bei Tee und Cafe gab es dann die erste Einschulung wie wir uns im Boot zu verhalten haben bzw. hätten.

Schwimmwesten und Helme wurden verteilt und wir hüpften wieder in den Bus, der uns stromaufwärts brachte. An Land übten wir noch ein paar Ruderkommandos und schon ging es los!

Im Englischen wird dieses Abenteuer als „Whitewater Rafting“ beworben – das Wasser ist tatsächlich einfach braun, weswegen ich es immer als „Brownwater Rafting“ bezeichnete.

Über 3 Stunden lang waren wir am Fluss beschäftigt. Am Anfang ging es noch gemütlich dahin, aber dann kamen kleine Wasserfälle und Strömungen dazu und der Spaß begann! Trocken bleiben war keine Option, es ging drunter und drüber und einige Male tauchte ich unter und tauchte einige Sekunden später außerhalb des Boots wieder auf! Wir hatten herrlich viel Spaß und ich kann es euch wirklich nur empfehlen!

Danach gab’s noch wirklich gutes Gegrilltes im Camp bevor wir wieder nach Nairobi gebracht wurden.

Rafting Nairobi Kenia

Mehr Infos

  • Kosten: ca 70€ inkl. Transfer und Essen
  • Zeitaufwand: Tagesausflug von Nairobi
  • Nicht vergessen: Sonnencreme, feste Schuhe (keine Flipflops!!), Handtuch, Wechselgewand (ja ihr werdet nass!)
  • Reservieren per Mail über die Webseite

So findest du dich zurecht

Keep on travelling,

Viki

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Anmerkung: Diese Reise war Teil meiner Traum.Welt.Reise – “In 72 Tagen um die Welt” Marco Polo und Marco Polo TV diesen Sommer.

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