9 gruselige Orte in Österreich

Gruselige Orte Oesterreich
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Halloween steht ins Haus und somit auch die wohl schaurigste Zeit des Jahres. Für alle Grusel-Freunde und Schauergeschichten-Liebhaber also ideal, um sich mal nach gruseligen Orten in Österreich umzusehen. 9 spannende Orte mit einem gewissen Schauer-Faktor verrate ich euch in diesem Blogartikel. Bereit für verlassene Friedhöfe, Schlösser, in welchen es spukt und schaurigen Beinhäusern und Katakomben?

Gruselige Orte bei uns in Österreich

#1 Bestattungsmuseum Wien 

Seit 1960 wird uns im Wiener Bestattungsmuseum der Tod auf interessante Art und Weise näher gebracht. Vor einigen Jahren wurde das Museum von der Innenstadt auf den Zentralfriedhof übersiedelt und komplett neu gestaltet. Auf 250 Quadratmetern sind einige Hundert Exponate ausgestellt, die über die Jahrzehnte gesammelt wurden.

Beerdigungen waren früher, wie auch Hochzeit oder Taufe ein Großereignis im Leben der Menschen und insbesondere während der k.u.k. Zeit, wurden die Bestattungen besonders pompös durchgeführt. Es wurden sogar Fensterplätze an der Ringstraße vermietet, um die beste Aussicht auf den Trauerzug zu erhaschen. Die Menschen mit geringem Einkommen konnten sich für die Beerdigung hingegen nur einen Klappsarg leisten, welcher sie bei der Beerdigung in die Erde hinuntergelassen hat und der nach der Beerdigungszeremonie wieder hinaufgezogen wurde. Wer mehr über die skurrilen Eigenschaften des Bestattungsmuseums hören will, kann dies in der Podcast Episode über das Bestattungsmuseum nachhören und hier nachlesen.

#2 Das Beinhaus in Hallstatt

Neben dem wunderschönen Hallstättersee, gibt es im kleinen Dorf Hallstatt zwischen den Bergen des Salzkammerguts, eine schaurige Sehenswürdigkeit: Das Beinhaus in der Michaels Kapelle aus dem 12. Jahrhundert. Über 600 Schädel wurden hier kunstvoll bemalt und mit Blumenkränzen und Inschriften verziert. Fein säuberlich aufgestapelt zieren die Schädel, die Wände des Beinhauses. Manche davon stammen noch aus dem 20. Jahrhundert, begonnen mit der Bemalung hat man jedoch schon um 1720 nach Christus. Da der Friedhof in Hallstatt irgendwann zu klein wurde und noch keine Feuerbestattungen durchgeführt wurden, wurden Gräber oft nach 10-15 Jahren wieder geöffnet, die Schädel und Knochen gereinigt und anschließend bemalt. Es kann auch heute noch testamentarisch festgelegt werden, wenn man seinen Schädel im Beinhaus ausgestellt haben möchte. Dieser wird nach 10 Jahren Grabesruhe gereinigt und nach alter Tradition bemalt.

#3 Narrenturm Wien

Ein weiterer Ort zum Gruseln, den ich mit meinem Podcast schon besucht habe, ist der Narrenturm in Wien. Er beherbergt die größte pathologische Sammlung der Welt mit rund 50.000 Exponaten. Damals revolutionär, war es ursprünglich die erste Pflegeanstalt für psychisch kranke Menschen und ist heute denkmalgeschützt. Kaiser Joseph II. hat, inspiriert von einem Besuch in Paris, und den Krankenhäusern dort, ein ähnliches Projekt angetrieben und den Narrenturm bauen lassen.

Lange Zeit war das kreisrunde Gebäude sogar ein Krankenschwesternwohnheim, für das danebenliegende Allgemeine Krankenhaus. Nach dem Umzug in das neue AKH, zog jedoch die pathologische Sammlung ein, die von besonderen Krankheitsbildern und Humanpräparaten erzählt. Hier findet ihr sicher die ein oder andere Schaurigkeit für die Halloween-Zeit!

Podcast-Tipp: Narrenturm: Die erste Irrenanstalt der Welt

#4 Friedhof der Namenlosen in Wien

Der Friedhof der Namenlosen in Wien hat eine wahrlich schauerliche Geschichte zu erzählen. An der Donau, auf Höhe des Alberner Hafens, hat es hier durch einen Wasserstrudel über Jahrzehnte Wasserleichen angeschwemmt. Zwischen 1840 und 1900 sollen es 478 Tote gewesen sein, von welchen der Großteil nicht identifiziert werden konnte. Sie wurden dann an der Stelle begraben, wo sie gefunden wurden, da die Identität nicht geklärt werden konnte und es somit nicht möglich war, Hinterbliebene zu finden. Der ursprüngliche Friedhof der Namenlosen wurde anschließend immer wieder überschwemmt und heute hat sich der Auwald fast das gesamte Gelände wieder geholt. Man findet also zwischen Büschen und Bäumen immer wieder Kreuze von namenlosen Toten. Wenn das nicht gruselig ist!

#5 Teufelskammer im Schloss Tratzberg

Alte Schlösser und Burgen haben meist schon von Natur aus ein unheimliches Flair, durch die Dunkelheit und Kälte, die in ihnen herrscht. Im Schloss Tratzberg in Tirol soll es zusätzlich jedoch noch spuken!

Ein Ritter soll hier dem Teufel zum Opfer gefallen sein, weil er anstatt am Sonntag zur heiligen Messe zu gehen, lieber ausschlafen wollte. Der Teufel zog den Ritter hinter sich her und durch die Mauern des Schlosses hindurch in eine Kammer, in der er heute noch sein Unwesen treiben soll. Auch sonst ist das Schloss schaurig schön und von den Besitzern liebevoll Instand gehalten. Diese sind außerdem Nachkommen von Kaiserin Maria-Theresia. Die Führungen durch das Schloss können in Form eines spannenden Hörspiels gemacht werden und Besichtigungen sind nur innerhalb von Führungen möglich. Noch bis 6. November diesen Jahres ist das Schloss geöffnet, dann erst wieder ab Frühjahr 2023.

#6 Katakomben des Stephansdoms

Die Katakomben des Stephansdoms erstrecken sich über die ganze Größe der Fläche, auf welche der schöne gotische Dom gebaut wurde. Unterhalb der hellen Steinfliesen befindet sich ein schauriges dunkles Reich an Gängen und Kammern, dessen Eingang man beinahe übersieht, so unscheinbar ist er zwischen den Bänken und Säulen des linken Seitenschiffs versteckt. Wenn man die Treppen hinunterwagt, wird man zunächst mit dem Anblick einer Kapelle und anschließend mit dem der Gruft der Habsburger belohnt. In verzierten Metallgefäßen werden hier die Eingeweiden der Habsburger in Alkohollösungen gelagert, während die leeren Körper in der Kaisergruft unter der Kapuzinerkirche bestattet wurden. Darauf folgen weitere 30 Grabkammern, die nun wirklich wie Katakomben anmuten und in welchen über 10.000 Menschen begraben wurden. Aus Ermangelung an Platz rund um die Kirche, wie das bei herkömmlichen Friedhöfen der Fall ist, wurden die Menschen unterhalb des Stephansdoms begraben. Zwar sind nicht alle 30 Grabkammern zu besichtigen, die Einblicke reichen jedoch dafür, dass einem die Gänsehaut den Rücken hinunterkriecht!

#7 Schloss Moosham im Lungau

Ein weiteres Schloss, um das sich so manche schaurige Sage rankt, ist das Schloss Moosham im Lungau. Hier soll es zwischen 1534 und 1762 schreckliche Hexenprozesse gegeben haben, wobei 66 Hinrichtungen durchgeführt wurden. Das Schloss soll seither von Geistern besessen sein und noch so manche Hexe spukt durch die Gänge.

Die Hexenprozesse waren meist auch nur Zurschaustellungen von Macht und die Beschuldigten gingen unschuldig in den Tod. Für noch mehr Gruselfaktor kannst du die Folterkammer des Schlosses besuchen. Die Beschuldigten wurden hier meist auf grausamste Art und Weise gefoltert, bevor sie mit dem Tod erlöst wurden. Noch bis 30. Oktober ist das Schloss für Besichtigungen geöffnet, passend also für einen Trip pünktlich zu Halloween.

#8 Petersfriedhof Salzburg

Weitere schaurige Katakomben finden sich neben dem Petersfriedhof im Zentrum Salzburgs. Hier wurden in den Festungsberg christliche Begräbnisstätten gehauen, die aus der Spätantike stammen. Die Katakomben sind durch die Communegruft zugänglich, durch welche bis zu einem Felssturz auch zwei Kapellen betreten werden konnten. In dieser sind zudem Mozarts Schwester Nannerl bestattet worden.

Aber auch der Petersfriedhof selbst bietet eine schaurige Kulisse, die gerade im Herbst schon für einen gewissen Gruselfaktor sorgt. Der Friedhof geht mit höchster Wahrscheinlichkeit bis ins Jahr 700 zurück, zu welcher Zeit auch das Kloster St. Peter errichtet wurde. Somit bietet auch dieser Friedhof ein wunderbares Grusel-Erlebnis in der Herbst-Zeit!

#9 Beinhaus Karner von Eggenburg, Niederösterreich

Neben dem Beinhaus von Hallstatt gibt es das weniger bekannte, aber deshalb nicht weniger schaurige Beinhaus von Eggenburg in Niederösterreich. In dieser Grabkammer, dem sogenannten “Karner” wurden Schädel und Knochen von über 5000 Personen gruselig kunstvoll aufgeschichtet. Auch wenn es etwas makaber klingt, diese Gruft als Kunst zu bezeichnen, ist dieser Ort doch sehr stimmungsvoll und bietet ein gruseliges Kunstwerk.

Das Beinhaus von Eggenburg wurde bereits 1299 das erste Mal urkundlich erwähnt. Zunächst gab es oberhalb des Beinhauses auch eine Kapelle der Michaelsbruderschaft, diese wurde jedoch 1792 abgerissen und erst bei archäologischen Grabungen wurde das Beinhaus wiederentdeckt. Ein weiteres schauerliches Detail dieser Gruft ist es, dass die Knochen durch eine bestimmte Anordnung das Christusmonogramm IHS zeigen. Passend zu Halloween lohnt sich also definitiv ein Besuch in Eggenburg!

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Viktoria Urbanek Blogger

Grüß dich, ich bin Viki!

Hier auf meinem Blog Chronic Wanderlust berichte ich von meinen beiden großen Leidenschaften: dem Reisen und dem Tauchen – und das schon seit 2013.

Meist bin ich gut die Hälfte des Jahres unterwegs, um außergewöhnliche Unterwasserabenteuer zu erleben, Roadtrips durch mir unbekannte Länder zu unternehmen oder meine Heimat Österreich zu erkunden.

Als ausgebildeter Divemaster, passionierte Unterwasser- & Reisefotografin, Enthusiastin für Roadtrips und Individualreisen, sammle ich einzigartige Augenblicke auf der ganzen Welt. 

Ich glaube nicht, dass schwere Fälle von Fernweh – auch chronisches Fernweh (= Chronic Wanderlust) genannt – geheilt, sondern nur behandelt werden können. Auf diesem Blog will dir zeigen, wie das am besten zu verwirklichen ist.

Neugierig darauf, mich besser kennenzulernen? Hier erfährst du mehr über mich.

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