Wieso ich nimmer ohne Reisetagebuch unterwegs bin

Reisetagebuch

Wieso ich nimmer ohne Reisetagebuch unterwegs bin

Ich bin ein Chaot – aber ein organisierter Chaot. Wenn ich unterwegs bin oder eine Reise plane, brauche ich etwas auf das ich zurückgreifen kann. Im Alltag ist es mein Taschenkalender, der mir hilft mich an die unzähligen Dinge und Verpflichtungen in meinem Leben zu erinnern. Dieses türkise Büchlein ist mein Heiligtum und weit mehr als nur Seiten mit Terminen, ich schreibe meine Gedanken nieder und sammle Ideen. Auf Reisen kommt es allerdings nicht mit, denn der Kalender ist „Arbeit“ – und obwohl ich als Bloggerin auf Reisen keinen Urlaub mache, will ich zumindest ein bisschen vom Alltag loslassen können.

Da kommt dann mein Reisetagebuch ins Spiel. Über 15 Reisetagebücher habe ich in den vergangenen Jahren vollgeschrieben und mit Anekdoten, Flugtickets und Eintrittskarten verziert. Alleine auf meiner zweimonatigen Weltreise habe ich drei davon komplett vollgeschrieben. Pro Tag kamen da leicht 10 Seiten reines Geschreibsel zusammen. Ob mir meine Hand manchmal weh tat? Und wie…

Reisetagebuch = zu Papier gebrachte Momentaufnahmen

Aber ich wollte meine Gedanken auf Papier festhalten und nicht wieder ein paar Seiten am Laptop füllen. Dort verbringe ich ohnehin schon zu viel Zeit. Die Versuchung einfach auf YouTube zu versumpern auch zu groß und wohin denn dann mit den ganzen Eintrittskarten und den restlichen Erinnerungen in Papierform? Außerdem ließt es ja keiner mehr sobald es in einem Ordner abgelegt wird.

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Reisetagebuch = Logistikzentrum meiner Reisen

Mein Reisetagebuch ist weit mehr als ein reines Tagebuch auf Reisen. Mittlerweile plane ich damit, halte wichtige Flugzeiten, Kontaktnummern, Ho(s)telreservierungen und Buchungsnummern fest.
Neben diesen ganzen harten Fakten, sammle ich hier aber auch Geschichten, spezielle Momente, schreibe Empfehlungen für gute Restaurants und lokale Spezialitäten auf. Es ist ein Sammelsurium einer Reise – nicht unbedingt geordnet, aber gerade so geordnet, dass ich mich damit auskenne (und andere vermutlich nur wenig verstehen würden).

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Reisetagebuch = Kostenüberwachung total

Egal wie klein der Betrag auch ist, der Kontrollfreak in mir will wissen wo mein erspartes und erarbeitetes Geld hingeht. Und zwar jeden Cent.
Auf diese Art kann ich zu jeder Zeit sagen, wie viel Geld ich tatsächlich verbraucht habe und wie viel meines Reisebudgets noch übrig ist.

Diese Erfassung hilft mir auch bei meinen Kostenaufstellungen für meinen Blog. „Was kosten 4 Tage in der Zona Cafetera in Kolumbien“, oder „Was kosten 12 Tage in Kenia und Tanzania inkl. Safari?“. Damit kann ich auch analysieren wo das Geld hin ist und wie ich künftig weniger ausgeben kann – und auch vergleichen kann was bestimmte Dinge in verschiedenen Ländern kosten.

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Reisetagebuch = perfekt für Blogger

Meine Reisetagebücher stehen neben meinen Reiseführern im Bücherregal in meinem Arbeitszimmer. Wenn ich für einen Artikel was recherchieren muss und ich weiß, dass ich in meinen Aufzeichnungen irgendwelche Tipps aufgeschrieben habe, hole ich diese richtig gerne heraus und blättere sie durch. Aber Vorsicht, denn ich neige dazu, mich in meinen Zeilen und der Zeit zu verlieren.

Auf Reisen habe ich immer ein Büchlein in meiner Kameratasche, um Dinge niederzuschreiben, wenns flott gehen muss. Gerne greife ich dann auch bei geführten Touren auf mein Reisetagebuch zurück und halte dort alles fest. Zuhause ist es dann viel einfacher darüber zu berichten, als krampfhaft versuchen sich zu erinnern.

Reisetagebuch = Reiseerinnerung für die Ewigkeit

Zu guter Letzt aber natürlich die bestehende Reiseerinnerung. Wie schon kurz angesprochen schwelge ich wahnsinnig gerne in alten Aufzeichnungen. Alleine schon die gesammelten Flugtickets lösen bei mir schon Emotionen aus. Besonders gerne blättere ich mein ersten richtiges Reisetagebuch heraus: Venezuela. Als ich dort ein Jahr gelebt habe, gab es so viele neue Eindrücke für mich, die ich dort festgehalten habe. Die letzten Seiten haben mir dann Schulfreunde mit Wünschen und lieben Erinnerungen gefüllt.

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Reisetagebuch ≠ ein Notizbuch

Zu Beginn meiner Aufzeichnungen habe ich meistens irgendein Notizbuch verwendet. Mich dann auf Reisen oft darüber geärgert, weil ich es nicht flach hinlegen konnte oder viel zu schnell verbogene Seiten bekam. Mit meinen Moleskine Notizbüchern wurde es dann besser. Trotzdem wurden mir die schwarzen Büchlein irgendwann einfach zu fad. Wann auch immer ich toll designte Reisetagebücher fand (meist in Buchhandlungen oder Dekogeschäften) habe ich meist mehr als eines gekauft.

Zur Zeit lebe ich ja in Kolumbien und habe mich nach etwas besonderem für diese längere Reise – und die vielen kleinen Reisen außerhalb – umgesehen. Ich hatte zwar eines eingepackt, war dann aber nicht überzeugt. Dann wurde ich von JourneyBook angeschrieben. Nach ein paar Wochen Wartezeit kamen dann die beiden Reisetagbücher von Mittelamerika und Südamerika auch tatsächlich bei mir in Bogotá an. (Wer hätte es gedacht!)

Seitdem halte ich meine Reisen in Kolumbien – und auch meine Letzte nach Galapagos und Quito – fest. Meiner Meinung nach könnten die Büchlein ruhig mehr Seiten haben, aber für ein paar Reisen – oder eine, die man ausführlich dokumentiert – reicht es. Besonders gefallen mir die Zitate und die Challenges, die auf die jeweilige Region angepasst sind.

Keep on travelling

Notiz: Dieser Artikel ist in liebevoller Zusammenarbeit mit JourneyBook entstanden. Danke für die beiden wunderschönen Reisetagebücher Mittelamerika und Südamerika.

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3 xmal Dein Senf dazu...

  • Ich finde Reisetagebücher auch so super, habe aber irgendwann leider aufgehört sie zu schreiben. Nächstes Wochenende geht es für mich nach Kopenhagen, da kommen Block und Stift aber auf alle Fälle wieder mit!

    Ganz liebe Grüße,
    Nina

  • Schöner Artikel! Ich selbst liebe auch Reisetagebücher. Nur komme ich auf Reisen meistens nicht dazu weshalb ich danach alles in liebevoller kleinarbeit zusammenklebe, beschrifte und für mich in einem kleinen Büchlein festhalte <3
    LG Scarlet

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